von ISPS Code bis Lotse

- ISPS CODE
- KAMMER (oder KABINE)
- KLEIDUNG
- KOMMANDOBRÜCKE UND MASCHINENRAUM
- KOMMUNIKATION MIT DEM SCHIFF
- LANDGANG
- LIEGEZEITEN
- LINIENSCHIFFFAHRT
- LOTSE


 

ISPS Code
International Ship and Port Facility Scurity (ISPS) Code (internationale Sicherheitsvorschriften im Seeschiffsverkehr)


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KAMMER (oder KABINE)
Die Kammer bzw. Kabine ist das Reich des Passagiers für die gesamte Reisedauer. Hier müssen Sie selbst „klar Schiff“ machen. In der Regel wird der Steward die Kabine einmal in der Woche reinigen. Sie sollten aber bedenken, dass der Steward grundsätzlich einen anderen Arbeitsbereich hat, der einen weitergehenden Kabinenservice kaum zulässt.

Es handelt sich immer um Außenkabinen.

Bettwäsche und Handtücher werden gestellt.

Der Ausblick aus den Fenstern der Kammer kann unter Umständen durch davor gestaute Container oder Rettungsboote eingeschränkt oder auch verstellt sein. Eine freie Sicht aus dem Kabinenfenster kann deshalb nicht garantiert werden. Nähere Informationen hierzu finden Sie in unseren Schiffsinformationsblättern.

Während Passagiere von Bord gehen, stehen die nachfolgenden möglicherweise schon wartend bereit. Falls ein solcher Wechsel anstehen sollte, bitten wir Sie, Ihre Kammer schon rechtzeitig vor der Ankunft am Liegeplatz zu räumen.
Mitunter kommt es auch vor, dass Ihre Kabine noch nicht vollständig hergerichtet ist. Falls etwas fehlen sollte, z.B. Bettwäsche oder Handtücher, sprechen Sie einfach den Steward oder ein anderes Besatzungsmitglied an.

Das Betreten einer Kammer eines Besatzungsmitgliedes sollte vermieden werden, wenn die Kammertür geschlossen ist. Dies bedeutet, dass der Seemann seine Ruhe haben möchte. Bedingt durch den Schichtbetrieb gibt es auch Besatzungsmitglieder, die tagsüber schlafen. Ist die Tür dagegen geöffnet und das Besatzungsmitglied auch in der Kammer, so können Sie anklopfen und nach Aufforderung eintreten.


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KLEIDUNG
Nehmen Sie unbedingt rutschfeste Schuhe (z.B. Segel- oder Turnschuhe) mit!

Wir empfehlen Windjacken bzw. wind- und wetterfeste Kleidung, passend zum Fahrtgebiet und der Jahreszeit. Wenn auf der Reise alle Klimazonen durchfahren werden, brauchen Sie sowohl warme Pullover, Hosen und eine regendichte Jacke als auch leichte Baumwollkleidung wie kurze Hosen und T-Shirts.

Es gibt an Bord keine Kleidervorschriften – wir empfehlen legere Freizeitkleidung

Nur zu den Mahlzeiten tragen Sie möglichst keine Badebekleidung oder kurze Hosen.


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KOMMANDOBRÜCKE UND MASCHINENRAUM
Vor Betreten ist es erforderlich, den Kapitän oder den Leitenden Ingenieur um Erlaubnis zu bitten. Es ist nicht gestattet, allein den Maschinenraum zu betreten.

Maschinenkontrollraum und Kommandobrücke sind Schaltzentralen des Schiffes, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Normalerweise ist der Zugang zur Kommandobrücke möglich. Bei schwierigen Witterungs¬verhältnissen, beim An- und Ablegemanöver und bei Hafenein- und ausfahrten kann es sein, dass Sie Brücke oder Maschinenraum nicht betreten dürfen, da sich die Kapitäne und Offiziere dann voll und ganz auf Ihre Arbeit konzentrieren müssen. Bitte haben Sie Verständnis.
Der Passagier sollte sich beim Aufenthalt auf der Brücke von den Arbeits¬plätzen des wachhabenden Offiziers erst einmal fernhalten, um die Arbeit nicht zu behindern. Dies gilt auch für das Fahren im freien Seeraum.
Im Laufe der Zeit bekommen Sie ein „Gespür“ dafür, wann ein Besuch auf der Brücke willkommen ist.

Übrigens: Wenn Sie auf See die Brücke betreten, ist Anklopfen nicht üblich. Man grüßt – besonders in der Dunkelheit – gerade so laut, dass man verstanden bzw. bemerkt wird. Bei Dunkelheit warten Sie nach dem Betreten der Brücke, bis sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben.

Bitte betreten Sie die Brücke nachts niemals von der Nock aus! Dies kann zu gefährlichen Missverständnissen mit der Brückenbesatzung führen, die in einigen Gegenden eventuell auch einen Piratenangriff befürchtet.


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KOMMUNIKATION MIT DEM SCHIFF
Es ist möglich, während der Seereise Post zu empfangen. Die jeweilige Postadresse ist in der „Hafenagenten-Liste“ zu finden, die den Reiseunterlagen beigefügt ist.
Die Namen des Empfängers und des Schiffes müssen deutlich und groß auf dem Umschlag zu lesen sein. Erkundigen Sie sich vorher bei der Post nach den Brieflaufzeiten, damit der Brief auch rechtzeitig ankommt. Aufgrund der Diebstahlgefahr ist es nicht ratsam, Wertsachen zu verschicken.
Es ist zwar grundsätzlich möglich, dem Hafenagenten Post zu übergeben, doch können wir nicht garantieren, dass die Post ankommt oder vom Hafenagenten auch tatsächlich weitergeleitet wird.

Einfacher und schneller ist die Kommunikation per Telefon und Telefax. Diese ist jedoch auch vergleichsweise teuer und sollte daher nur in dringenden Fällen genutzt werden.

Das E-Mail-System an Bord kann gegen Gebühr für den Versand und Empfang von E-Mails nach vorheriger Registrierung an Bord genutzt werden. Als Verwalter der privaten E-Mail-Adressen und Administrator der Software ist der Kapitän zwar technisch in der Lage den E-Mail-Verkehr mitzulesen. Er ist aber aus Wahrung der Privatsphäre angehalten, dies nicht zu tun.Es ist jedoch nicht möglich, E-Mails von Privatpersonen an Bord zu empfangen.

Die Bezahlung erfolgt in bar in Euro oder US-Dollar.

Es gibt an Bord keinen Internetzugang!


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LANDGANG
Landgänge sind auf eigene Verantwortung und unter eigener Regie möglich. Sie müssen gut geplant sein, da die Liegezeiten des Schiffes meist recht kurz sind. Am besten versorgen Sie sich schon vorher mit entsprechenden Landesinformationen oder Reiseführern. Eventuell können Ihnen auch Besatzungsmitglieder Tipps für einen Landgang geben. In Ausnahmefällen sind Landgänge in einigen (wenigen) Ländern / Häfen nicht erlaubt.

Vor Verlassen des Schiffes fragen Sie bitte immer erst die Schiffsführung, ob ein Landgang möglich ist, und wann Sie spätestens zurück sein müssen. Nehmen Sie möglichst ein Handy mit, damit Sie im Falle von Liegezeiten¬änderungen erreichbar sind. Am besten notieren Sie sich immer die Bezeichnung des Liegeplatzes, die Handy-Nummer des Schiffes und die Telefonnummer bzw. Adresse der Hafenagentur.

Für Taxifahrten, Getränke und Mahlzeiten, Ausflüge und andere Dienstleistungen müssen Sie während eines Landgangs selbst aufkommen und sofort in bar bezahlen! Wenn Sie ein Taxi bestellen möchten, wenden Sie sich bitte an die Schiffsführung: Diese wird versuchen, über die örtliche Agentur ein Taxi zu bestellen.

Es ist möglich, dass das Schiff abends im Hafen einläuft und am nächsten Morgen wieder ausläuft. Manchmal ist der Liegeplatz des Schiffes weit von der Stadt entfernt oder es kommt zu Verzögerungen bei der Einklarierung. Unter diesen Umständen ist mitunter kein Landgang möglich!

Bitte erkundigen Sie sich vor jedem Landgang, ob und wie sicher der jeweilige Hafen ist, und ob man bestimmte Regionen meiden sollte.

Wir empfehlen, z.B. für Taxifahrten und Trinkgelder möglichst kleine Scheine, Euro und USD, mit auf die Reise zu nehmen.

Auch wenn Sie nicht die Möglichkeit haben, Geld in Landeswährung zu tauschen, sind kleine Scheine besser. Bitte fragen Sie vor der Reise Ihre Bank nach den jeweils gültigen Währungen und den Devisenbestimmungen der jeweiligen Länder (z.B. Ein- und Ausfuhr von Devisen). Nicht in jedem Land ist der Tausch von Devisen außerhalb der offiziellen Wechselstuben erlaubt.

Kriminalität gibt es leider überall auf der Welt. Bedingt durch hohe Armut kann sie mancherorts besonders hoch sein. Darum verhalten Sie sich auf Landgängen bitte immer vorsichtig und umsichtig. Tragen Sie keinen auffälligen Schmuck, nehmen Sie nur so viel Geld mit, wie Sie für den Ausflug brauchen, und verzichten Sie möglichst auf eine Handtasche.

Die Wertsachen sind direkt am Körper am sichersten aufgehoben. Seeleute verteilen ihr Geld für den Landgang meist an verschiedenen Stellen ihres Körpers. Auch die Fotoausrüstung sollten Sie möglichst unauffällig mit sich führen.


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LIEGEZEITEN
Da die Liegezeiten in den einzelnen Häfen sehr kostspielig sind, wird der Charterer ihres Schiffes alles daran setzen, dass das Schiff so schnell wie möglich be- und entladen wird. In der Regel betragen die Liegezeiten 6 bis 24 Stunden. In einigen Häfen oder bei besonders hohem Ladungs¬aufkommen kann mit einer Liegezeit von bis zu zwei Tagen zu rechnen sein. Liegezeiten können auch in die Nacht fallen! Unter Umständen ist dann kein Landgang möglich.


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LINIENSCHIFFFAHRT
Die von NSB bereederten Containerschiffe sind Linienschiffe, welche (in der Regel) zwischen festgelegten Häfen auf einer vom Charterer festgelegten Route innerhalb eines regulären Zeitplans zirkulieren, d.h. normalerweise fahren sie nach einem festen Zeitplan. (Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit haben für den Charterer höchste Priorität.)


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LOTSE
An allen gefährlichen Schifffahrtsstraßen, in Kanälen, bei Hafenein- und ausfahrten stehen dem Kapitän Lotsen zur Seite. Lotsen sind über die aktuellen örtlichen Bedingungen informiert und beraten den Kapitän bei den Fahrmanövern. Es kann sein, dass der Besuch der Kommandobrücke nicht möglich ist, wenn ein Lotse an Bord ist, da Konzentration und Sicht nicht behindert werden dürfen.


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Letzte Aktualisierung: 21.01.2013
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