Das Bord ABC erklärt die verschiedensten Begriffe aus der Frachtschifftouristik. Hier: die Buchstaben R bis Z.

Rauchen

  • Generell ist das Rauchen an Bord erlaubt. Es gibt aber Einschränkungen wie z.B. Messe oder Aufenthaltsraum. Raucher werden gebeten auf Nichtraucher immer Rücksicht zu nehmen.
  • Siehe „Sicherheit an Bord“.

Reisedokumente und Gesundheitsvorsorge

  • Grundsätzlich gilt: Jeder Reisende ist selbst für die Beschaffung der eventuell notwendigen Visa, Touristenkarten, Reisepässe etc. verantwortlich. Bei den von uns in den jeweiligen Reisebeschreibungen und in der Visainformation genannten Hinweisen handelt es sich grundsätzlich um eine unverbindliche Auskunft.
  • Generell wird ein ärztliches Attest benötigt, das bei Reiseantritt nicht älter als 14 Tage ist (siehe Reisebedingungen der NSB Reisebüro GmbH).
  • Ein am Reiseende noch mindestens sechs Monate gültiger Reisepass ist immer erforderlich. In manchen Ländern ist sogar eine Gültigkeit von weiteren 12 Monaten vorgeschrieben.
  • Für die Suez- und Panamakanalpassage wird zusätzlich ein Nachweis über eine gültige Gelbfieberimpfung von den dortigen Behörden verlangt. So verlangen die Hafenbehörden des Suez- und Panamakanals diese Impfungen, obwohl diese lt. Weltgesundheitsorganisation (WHO) eigentlich nicht erforderlich ist. Bei Einreise mit dem Frachtschiff wird auch von anderen Ländern (z.B. China, Lateinamerika) ein Nachweis über eine gültige Gelbfieberimpfung verlangt.
  • Impfungen werden vom Gesundheitsamt, Hausarzt oder einem Tropeninstitut vorgenommen.
  • Grundsätzlich müssen die Bestimmungen der einzelnen Länder beachtet werden.
  • Der Reisende sollte sich über Infektions- und Impfschutz sowie andere Prophylaxemaßnahmen rechtzeitig informieren; ggf. sollte ärztlicher Rat zu Thrombose- und anderen Gesundheitsrisiken eingeholt werden. Auf allgemeine Informationen, insbesondere bei den Gesundheitsämtern, reisemedizinisch erfahrenen Ärzten, Tropenmedizinern, reisemedizinischen Informationsdiensten oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung wird verwiesen.
  • Für alle Häfen, die während der Reise angelaufen werden, gelten mitunter völlig unterschiedliche Visavorschriften. Passagiere müssen sich rechtzeitig vor Reisebeginn bei den zuständigen Behörden, Konsulaten oder Botschaften der jeweiligen Länder oder beim Reisebüro erkundigen. Dabei unbedingt erwähnen, dass die Einreise mit einem Frachtschiff erfolgt und nicht mit einem Passagierschiff oder einem Flugzeug, da die Bestimmungen unterschiedlich sein können!
  • Für Kunden, die keine deutsche Staatsbürgerschaft haben, gelten eventuell andere Visa- und Impfbestimmungen. Ebenfalls bei den zuständigen Behörden bzw. beim Konsulat oder der Botschaft erkundigen.
  • WICHTIG: Passagiere sollen sofort bei Ankunft an Bord unaufgefordert die kompletten Reisedokumente wie Reisepass,  ggf. Impfzeugnis, Versicherungserklärung und weitere Reisepapiere an den Kapitän oder den zuständigen Schiffsoffizier aushändigen.
  • Siehe „Versicherung“.

Reiseende im Ausland

  • Wenn der Kunde „seinen“ Zielhafen erreicht hat und dort die Reise beendet, müssen die jeweiligen Einreisebestimmungen für Frachtschiffreisende unbedingt beachtet werden. Bitte rechtzeitig vor der Reise bei der jeweiligen Botschaft oder dem Konsulat erkundigen, welche Papiere für den Aufenthalt im Zielland erforderlich sind. Oft muss bei Einreise bereits ein gültiges Aus-/Weiterreiseticket mit sich geführt werden. Bitte erkundigen Sie sich vorher in Ihrem Reisebüro.

Schiffskasse

  • Bordwährung sind „Euro“ und „US Dollar“. Der von der REEDEREI NSB festgelegte Wechselkurs gilt monatlich und wird zum Ersten des Monats neu festgelegt.
  • Geldumtausch ist an Bord nicht möglich. An Bord wird nur Bargeld akzeptiert, keine EC-Karten, keine Kreditkarten und keine Traveler Cheques.

Schlechtes Wetter

  • Bei Seegang darauf achten, dass alle Türen des Schiffes bei geöffnetem Zustand fest einhaken. Sie vermeiden so unnötigen Lärm und das Verletzungsrisiko wird verringert.
  • Alle beweglichen Dinge in der Kammer festzurren oder verstauen und ggf. Dinge wie Radio oder Wecker vor dem Herunterfallen schützen. Auch bei schönem Wetter muss jederzeit mit dem Auftreten von Seegang gerechnet werden. Sitzgelegenheiten lassen sich mit einer bestimmten Vorrichtung befestigen.

Sicherheit im Hafen

  • Ein Containerhafen ist in erster Linie ein Arbeitsplatz. Hier herrscht reges Treiben und die Arbeitswelt hat generell „Vorfahrt“. So ist z.B. die Sicht der Fahrer von Van-Carriern oder Kranführern häufig auf Grund der Höhe und durch sperrige Ladungsgüter und Container stark eingeschränkt. Wenn der Passagier sich auf dem Hafengelände bewegt, allen Transportmitteln immer weiträumig aus dem Weg gehen. Soweit vorhanden, markierte Wege benutzen. Besondere Wachsamkeit an Ecken, Schuppenausfahrten und anderen unübersichtlichen Stellen.
  • In den meisten Häfen ist der Fußweg grundsätzlich von den Hafenbehörden untersagt (wegen zu großer Unfallgefahr). Meist gibt es einen Shuttle-Service zum Gate oder aber besonders gekennzeichnete Taxen verkehren im Hafengebiet.

Sicherheit an Bord

  • Sicherheit wird großgeschrieben! Nur durch Vorsicht und Beachtung aller Ge- und Verbote können Gefahren und Unfälle vermieden werden. Deshalb wird der Passagier entweder noch im Hafen oder aber kurz nach Verlassen des Hafens eine Einweisung in die Sicherheitsvorschriften an Bord sowie den Gebrauch der Rettungsmittel erhalten. Werden Feuerschutz- und Bootsmanöver durchgeführt, so ist auch der Passagier dazu verpflichtet daran teilzunehmen. Sie dienen der eignen Sicherheit. Er hat in diesem Fall auf die Anweisungen des Offiziers vor Ort zu achten.
  • Feuerschutz ist ebenfalls ein sehr wichtiges Thema an Bord eines Schiffes. Besonders Raucher müssen darauf achten, keine Zigarettenkippen oder Asche in die Papierkörbe zu werfen. Niemals in der Koje rauchen. Den Anweisungen der Offiziere ist jederzeit Folge zu leisten. Durch langjährige Erfahrung können diese auch in Ihrem Interesse die Gefahren früher erkennen und einschätzen.
  • Beim Transport von Explosivstoffen wird das Rauchen an Deck grundsätzlich untersagt! Auch in den Häfen ist das Rauchen meistens wegen Containern mit Gefahrgutladung  oft grundsätzlich verboten. Bei Nichtbeachtung können empfindliche Geldstrafen verhängt werden.

Steuerbord

  • Rechts, rechte Seite des Schiffes.

Strom

  • Die elektrische Spannung an Bord der NSB-Schiffe beträgt 220 V Wechselstrom, 60 Hz. Die Steckdosen an Bord entsprechen den deutschen/mitteleuropäischen Normen.

Suez- und Panamakanal

  • Ein- uns Ausschiffungen in Suez- und Panamakanal sind grundsätzlich nicht möglich!
  • Alle Reisenden, die als Passagier auf einem Frachtschiff den Suez- oder Panamakanal durchfahren, müssen eine gültige Gelbfieberimpfung nachweisen (siehe auch „Reisedokumente“).
  • Die Impfung wird von den Kanalbehörden gefordert. Selbst wenn laut WHO diese Impfungen nicht notwendig sind, gelten hier für Frachtschiffpassagiere andere Bestimmungen. Eine nicht vorhandene Impfung kann zum Ausschluss von der Reise führen.
  • Es kann erforderlich sein, die Passagiere als Crewmitglieder auf die Mannschaftsliste zu setzen. Passagiere müssen die Anweisungen des Kapitäns befolgen.

TDW (engl. tons dead weight)

  • 1 Deadweight Ton = 1.016 kg) Mit diesem Maß wird die Tragfähigkeit eines Schiffes  gemessen. Es bezeichnet das Aufnahmevermögen an Treibstoff, Ballast, Fracht, Passagieren, etc.

Transportkosten

  • Zusätzliche Kosten für Transfer vom Hotel zum Schiff oder vom Gate zum Hotel gehören nicht zu den Ein- und Ausschiffungsgebühren und müssen direkt vor Ort in bar an die Agentur gezahlt werden.

Trinkgelder

  • Die Passagiere können frei entscheiden, ob sie Trinkgeld geben möchten oder nicht. Die Höhe der Trinkgelder liegt dabei in eigenem Ermessen. Ist der Passagier zufrieden, wird es allerdings gerne gesehen, wenn er sich schon während der Reise erkenntlich zeigt. Der Kapitän gibt dazu Informationen – so kann der Passagier in Absprache mit dem Kapitän z.B. für eine bevorstehende Grillparty (siehe „Barbecue“) eine Kiste Bier spendieren. Auch Steward oder Koch freuen sich über ein Trinkgeld.

Verpflegung

  • Die Passagiere essen gemeinsam mit der Schiffsleitung (täglich „Kapitänsdinner“) in der Offiziersmesse. Bitte beachten Sie die folgenden drei festen Essenszeiten (Änderungen vorbehalten):
  • Frühstück von 07.30 bis 08.30
  • Mittagessen von 11.30 bis 12.30
  • Abendessen von 17.30 bis 18.30
  • Die Gerichte des philippinischen Kochs sind Hausmannskost europäischer und asiatischer Art. Mit anderen Worten: Passagiere dürfen mit einer reichlichen Seemannskost rechnen, die der Koch für Sie und die gesamte Mannschaft ohne Unterschied zubereitet. Neben Brot, Marmelade, Käse und Wurst gibt es fast immer morgens und abends auch ein warmes Gericht. Die normalen Getränke zu den Mahlzeiten (Tee, Kaffee) sind inkludiert. Andere Getränke müssen extra bezahlt werden.
  • Spezielle Kost für Diabetiker oder auf besondere Wünsche, z.B. Vegetarier, kann nicht eingegangen werden!
  • Der Koch muss mit dem Proviant bis zum nächsten Nachschub mit den Lebensmitteln auskommen. Der Passagier sollte daher etwas nachsichtig mit weiteren Wünschen sein.

Versicherungen

  • Wir empfehlen den Abschluss einer Reiserücktrittskostenversicherung. Eine gültige int. Krankenversicherung mit Rücktransport (Rettungsflug) und mit telefonischer 24-Stunden-Hotline und eine Unfallversicherung müssen vorhanden sein.
  • Zur weiteren Sicherheit raten wir Ihnen, folgende Zusatzversicherungen abzuschließen: Reisegepäck und Reisehaftpflichtversicherung. Es gibt diese Versicherungen einzeln oder als Paket.    

Wäscherei

  • Die Schiffswäsche (Tischdecken u.Ä..) sowie das gestellte Bettzeug und die Handtücher werden einmal wöchentlich gewaschen.
  • Privatkleidung kann man in einem extra Raum, der mit Waschmaschine, Waschmittel und Wäschetrockner ausgestattet ist, bequem selber waschen. Ein Trockenraum steht ebenfalls zur Verfügung. Bitte bei einem Besatzungsmitglied wegen der Benutzung erkundigen.

Wertsachen und Zoll

  • Wertsachen wie Schmuck, Geld o.ä. können zur Aufbewahrung im Bordsafe dem Kapitän anvertraut werden.
  • Devisen, Foto- und Wertsachen u.Ä.. müssen bei Ankunft in den Häfen auf einer sogenannten Zollliste deklariert werden. Passagiere sollten sich im Einzelfall vorher erkundigen was auf die Liste muss, damit es keinen Ärger mit dem Zoll gibt.
  • Wenn Passagiere technische Geräte mitnehmen wie z.B. ein Laptop, Fotoausrüstung oder teuren Schmuck einen Kaufbeleg mitnehmen und vor Abreise einen Zollvermerk im Heimatland geben lassen, um möglichen Ärger bei der Wiedereinfuhr mit dem Zoll zu vermeiden und keine Einfuhr-Zölle für die Dinge bezahlen zu müssen.

Zu den weiteren Begriffen:

Wussten Sie schon, dass ...?

Kleidung

Rutschfeste Schuhe (z.B. Segel- oder Turnschuhe) unbedingt mitnehmen! Wir empfehlen Windjacken bzw. wind- und wetterfeste Kleidung, passend zum Fahrtgebiet und der Jahreszeit. Auf der Reise werden gegebenenfalls alle Klimazonen durchfahren – warme Pullover und Hosen und eine regendichte Jacke ebenso mitnehmen wie leichte Baumwollkleidung wie kurze Hosen und T-Shirts.

Es gibt an Bord keine Kleidervorschriften – wir empfehlen legere Freizeitkleidung. Zu den Mahlzeiten keine Badebekleidung oder kurze Hosen tragen!