Das Bord ABC erklärt die verschiedensten Begriffe aus der Frachtschifftouristik. Hier: die Buchstaben A bis E.

Abfahrt des Schiffes

  • Fahrpläne von Frachtschiffen können sich kurzfristig ändern.
  • Änderungen von wenigen Stunden bis zu mehreren Tagen sind möglich.
  • Liegezeiten von verschiedenen Faktoren abhängig (Wind und Wetter, Dauer der Ladungsarbeiten, belegte Liegeplätze).
  • Klären Sie drei Tage vor dem geplanten Abfahrtstermin mit Ihrem Reisebüro die genaue Ankunfts- und Abfahrtszeit des Schiffes.
  • Bitte immer beachten: das Schiff wartet nicht!

Abfahrt des Schiffes verpasst

  • Wenn ein Passagier das Schiff verpasst hat, bitte sofort an die ortsansässige Hafenagentur wenden, die versuchen wird zu helfen. Bei Problemen an die Botschaft und an Ihr Reisebüro wenden. Alle anfallenden Kosten für das Versäumen der Abfahrt des Schiffes gehen zu Lasten des Passagiers.

Anreise in Deutschland und Anreise bzw. Einschiffung im Ausland

  • Bei längerer Anreise zum Hafen vorsichtshalber eine oder mehrere Hotelübernachtungen vor Ort einplanen. Wir sind bei der Suche nach einer Unterkunft gerne behilflich.
  • Aufgrund der strengen Richtlinien des ISPS-Codes wird jeder Passagier und evtl. begleitende Personen beim Terminal registriert. Ohne eine vorherige Anmeldung durch die REEDEREI NSB am Gate ist es nicht möglich in den Hafen zu gelangen. Diese Regelung gilt inzwischen weltweit.
  • Bitte an Bord kein „Empfangskomitee“ erwarten, da die Hafenliegezeiten für die Besatzung meist sehr hektisch sind. Sobald das Schiff den Hafen verlassen hat, wird es wieder ruhiger an Bord und man wird in die Abläufe an Bord eingewiesen.
  • Unbedingt die Sicherheitsbestimmungen im Hafen beachten! Es ist nicht erlaubt mit privaten Fahrzeugen in den Hafen zu fahren.
  • Der Transfer vom Hotel / Gate zum Schiff muss an die Agentur vor Ort in bar bei Einschiffung bezahlt werden. Gleiches gilt für die Ausschiffung.
  • Am Eingang des Terminals, nach der Anmeldung / Registrierung, Beförderung mit einem Shuttle Bus oder aber mit besonders gekennzeichneten Taxen bis zum Schiff.
  • Der Bus wird meistens am Hafeneingang vom dortigen Personal im Empfang gerufen. Es gibt Häfen in denen dieser Dienst nicht angeboten wird!
  • Wird eine Anreise / Abreise mit dem eigenen Wagen dennoch erlaubt, darf das Fahrzeug nicht vor dem Schiff geparkt werden, da dort Gantries und Lastwagen fahren bzw. mit schiffseigenen Kränen gearbeitet wird.
  • In Ausnahmefällen liegt das Schiff auf Reede und die Einschiffung muss per Motorboot erfolgen.

Zusätzliche Informationen für Einschiffung im Ausland

  • Vorab erhält der Kunde Adresse und Telefonnummer der örtlichen Schiffsagentur des Charterers (in der Regel keine Agentur der REEDEREI NSB!). Dort kann der Kunde den genauen Liegeplatz und Liegezeiten erfragen. Die Agentur organisiert in der Regel auch die Abwicklung durch den Zoll oder Immigration! Wenn weitere Dienstleistungen der Agentur in Anspruch genommen werden, wie z.B. Transfers müssen die Kosten hierfür sofort vor Ort (in bar) vom Kunden beglichen werden
  • In einigen Häfen können die Agenturen oder Behörden vor Ort zusätzliche Ein- oder Ausschiffungsgebühren verlangen, die gegebenenfalls ebenfalls vor Ort beglichen werden müssen.
  • In einigen Häfen, wie z.B. Rotterdam muss der Kunde vor Einschiffung zusätzlich persönlich bei der Wasserschutzpolizei erscheinen. Nicht-EU-Bürger müssen z.B. in Antwerpen zur Wasserschutzpolizei. Nähere Informationen erteilt Ihnen Ihr Reisebüro.
  • Falls der Passagier plant das Schiff noch mal zu verlassen, bitte vorher beim Kapitän nach der Auslaufzeit des Schiffes erkundigen und wann man spätestens wieder zurück an Bord sein muss.

Arbeiten an Bord

  • Sämtliche Arbeiten werden von der Mannschaft verrichtet. Es ist aus verschiedenen Gründen nicht erlaubt an Bord zu arbeiten oder gegen Arbeit eine Passage zu erhalten.

Arzt

  • Es gibt an Bord keinen Arzt. Es gibt eine gut ausgestattete Bordapotheke und einen Behandlungsraum. Kapitän und Offiziere haben die notwendigen Kenntnisse, um erste Hilfe zu leisten und weitergehende Behandlungen durchführen zu können.
  • In Notfällen (Unfällen) kann Rat über einen medizinischen Notfalldienst eingeholt werden.
  • Für den Passagier notwendige Medikamente, die der Passagier während der Reise (täglich) einnimmt, müssen von diesem selbst in ausreichender Menge für die Reise mit an Bord genommen werden, da die Bordapotheke einen solchen Bedarf in keiner Weise decken kann. Eine vom Arzt bestätigte Medikamentenliste in englischer Sprache muss mitgeführt werden.

Betreten des Schiffs

  • Wenn der Passagier das Schiff in einem deutschen Hafen betritt, finden zeitgleich Lade- und Löscharbeiten, Proviantübernahme, eventuell Besatzungswechsel und kleinere Reparaturen statt. Der Kunde muss Verständnis dafür haben, dass diese Arbeiten absolute Priorität haben vor Passagieren. Bitte an Bord kein „Empfangskomitee“ erwarten, da die Hafenliegezeiten für die Besatzung meist sehr hektisch sind. Sobald das Schiff den Hafen verlassen hat, wird es wieder ruhiger an Bord und man wird in die Abläufe an Bord eingewiesen.
  • Bitte an Offizier oder Gangwaywache wenden – jemand zeigt dann die Kammer (Kabine).
  • Besondere Vorsicht, wenn der Passagier an Bord geht. Die Gangway kann etwas wackeln oder nicht aufliegen. Bitte auf Kleidung achten, Trossen und Streben könnten schmierig sein. Bei schweren oder sperrigen Gepäckstücken jemanden von der Mannschaft bitten, behilflich zu sein.
  • An der Gangway des Schiffes wird der Passagier durch die Gangwaywache der Besatzung registriert. Ist die Sicherheitsstufe aufgrund bestimmter Vorkommnisse im Hafen und an Bord heraufgesetzt worden, so kann es eventuell auch zu einer Durchsuchung des Gepäcks des Passagiers kommen.

Alkoholische Getränke an Bord

  • Hochprozentige alkoholische Getränke sind an Bord NICHT erlaubt und auch nicht zu erwerben, nur Bier und Wein.

Backbord

  • Links, linke Seite des Schiffes.

Allgemeine Bordeinrichtungen

  • Aufenthaltsraum, Bar, kleiner mit Seewasser gefüllter Swimmingpool oder Whirlpools (nicht im Hafen bzw. nur bei entsprechender Wasserqualität und Wassertemperatur gefüllt. Bei Seegang ebenfalls nicht gefüllt.), Sauna, Fitnessraum, Wäsche- und Trockenraum sowie allgemeine Bereiche dürfen von den Passagieren mitgenutzt werden.

Barbecue

  • Auf längeren Seepassagen werden auf vielen Schiffen hin und wieder Grillabende an Deck veranstaltet. Eine willkommene und gesellige Abwechslung – nicht nur für die Mannschaft.

Bordsprache

  • Bordsprache ist Englisch und oft auch Deutsch.

Container und Containerschiffe

  • Container sind genormte Metallbehälter, die es weltweit in standardisierten Größen gibt. Meistens sind es 20- und 40-Fuß-Container (ein 20-Fuß-Container ist 6,06 m lang und 2,44 m breit und hoch. Eine 20-Fuß-Containereinheit wird auch TEU (Twenty Foot Equivalent Unit) genannt.
  • Containerschiffe sind ausschließlich zum Transport von Containern aller Art bestimmt. In Containern werden Güter aller Art transportiert. Sämtliche Güter-/Containertransporte werden nicht von NSB organisiert.

Crew

  • Von der REEDEREI NSB bereederte Containerschiffe haben eine internationale, teilweise deutsche Schiffsführung. Offiziere deutsch / international, Besatzung philippinisch.

Diebstahl in den Häfen bzw. während der Hafenliegezeiten

  • Langfinger gibt es leider überall auf der Welt, nicht nur in „exotischen“ Häfen.
  • Tipp: im Hafen Kabinentür und auch die Fenster richtig abschließen, auch wenn der Passagier sich in der Kabine befindet oder schläft. Im Hafen auch Schrank abschließen, in dem sich Wertsachen wie Fotokamera o.ä. befindet.

Deviationsversicherung

  • Die Deviationsversicherung ist für jede an Bord befindliche Person Pflicht und wird automatisch durch uns abgeschlossen. Die Deviationsversicherung übernimmt die entstehenden Reederei-Kosten für den Fall, dass durch Krankheit, Unfallverletzung oder Tod der versicherten Person das Schiff gezwungen ist, den Kurs zu ändern. Behandlungs-, Transport- und ähnliche Kosten für die versicherte Person werden durch die Deviationsversicherung nicht abgedeckt! Hierfür ist auf jeden Fall der Abschluss einer int. Reisekrankenversicherung für Schiffsreisen inkl. Rücktransport erforderlich!
  • Bei Reisen bis zu 14 Tagen beträgt der Versicherungspreis bei NSB-Schiffen Euro 105,00 pro Person, bei Reisen von 15 und mehr Tagen Euro 160,00 pro Person. Bei anderen Reedereien sind die Preise eventuell unterschiedlich.

Ein- und Ausschiffungsgebühren

  • Wenn ein Passagier im Ausland ein- oder ausschifft, kann es passieren, dass die dortige Agentur eine Gebühr verlangt. Da bereits bei Buchung eine Ein- und Ausschiffungspauschale erhoben wird, werden die Gebühren gegen Vorlage der Belege zurück erstattet. Die Gebühren für Ein- und Ausschiffungsgebühren können in einigen Ländern höher ausfallen (wie z.B. in Australien, Mexiko, Brasilien, Türkei)
  • Transferkosten o.ä. zählen nicht zu den Ein- und Ausschiffungsgebühren und müssen vor Ort von Passagieren in bar beglichen werden.

Einkaufsstore

  • Alle Frachtschiffe sind mit einer begrenzten Anzahl bordüblicher Kantinenwaren ausgestattet, wie z.B. bestimmte Sorten Zigaretten, Alkohol (nur Bier und Wein!), Limonaden, Säfte, Körperpflegeprodukte. Der Store hat feste Ausgabezeiten, die den Passagieren an Bord bekannt gegeben werden. Nur im Hafen kann keine Ausgabe erfolgen, da der Store vom Zoll verschlossen wird. Die Bezahlung der gekauften Waren erfolgt grundsätzlich in bar (Bezahlung mit EC-Karte, Kreditkarte oder Traveler Cheques nicht möglich), entweder bei Aushändigung der Waren oder am Ende der Reise beim Kapitän. Die Bordwährung sind „Euro“ und „US Dollar“.
  • Da die Auswahl im Store begrenzt ist, sollte der Reisebedarf möglichst schon bei Antritt der Reise mitgenommen werden.
  • Wenn der Passagier spezielle Wünsche hat (bestimmte Zigaretten etc.) sprechen Sie Ihr Reisebüro rechtzeitig vor Reisebeginn an. Vielleicht ist es möglich, bestimmte Dinge vorab über den Schiffshändler zu bestellen.

Zu den weiteren Begriffen:

Wussten Sie schon, dass ...?

Fahrräder / Motorräder

Motorräder und PKW werden nicht mitgenommen bzw. sind nicht erlaubt. Fahrräder können auf Anfrage kostenlos mitgenommen werden (NSB übernimmt keine Haftung). Anfallende Transportkosten für die Beförderung des Fahrrads innerhalb des Terminals müssen vom Passagier direkt vor Ort in bar gezahlt werden.